Propheten und das Kreuz der Ablehnung

Alle wahren Propheten Gottes werden das Kreuz der Ablehnung tragen müssen. Ablehnung wird die Wüste sein, aus der wahre Propheten hervorgehen. Ablehnung wird der feurige Ofen sein, den Gott benutzen wird, um mit denen zu arbeiten, die er berufen hat, in diesem Amt zu stehen.

In Hesekiel 2,3-7 lesen wir von der prophetischen Berufung Hesekiels. Dort heißt es:

„Menschensohn, ich sende dich zu den Israeliten, zu einem abtrünnigen Volk, das von mir abgefallen ist; sie und ihre Väter haben sich gegen mich aufgelehnt bis auf diesen heutigen Tag. Und die Leute, zu denen ich dich sende, haben harte Köpfe und verstockte Herzen. Zu ihnen sollst du sagen: ‚So spricht Gott der HERR!‘ Und sie, ob sie es hören oder nicht – denn sie sind ein widerspenstiges Haus –, sie sollen doch wissen, dass ein Prophet unter ihnen gewesen ist. Und du, Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen und fürchte dich nicht vor ihren Worten, wenn sie auch wie Disteln und Dornen um dich sind und du bei Skorpionen wohnst. Fürchte dich nicht vor ihren Worten und erschrick nicht vor ihrem Angesicht, denn sie sind ein widerspenstiges Haus. Du sollst ihnen meine Worte sagen, sie hören es oder lassen es bleiben; denn sie sind widerspenstig.“

Als Propheten und prophetische Menschen müssen wir uns mit der Realität abfinden, dass wir abgelehnt und missverstanden werden, denn das ist das Kreuz, das wir tragen müssen. Die Frage ist zu lernen, wie man den Kelch der Ablehnung trinkt, ohne einen Geist der Ablehnung zu entwickeln oder darin zu wandeln. Dies sind zwei verschiedene Realitäten. Um der Klarheit willen: Die Ablehnung, von der ich spreche, ist nicht das Ergebnis von Unreife, Bitterkeit, Groll oder Beleidigtsein, sondern es ist eine Ablehnung, die auf dem Wort beruht, das der Prophet trägt, in sich trägt und aussprechen muss.

Mögen sich diejenigen, die zum prophetischen Dienst berufen sind, die Worte des Herrn Jesus in Johannes 15,20 zu Herzen nehmen:

„Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: ‚Der Knecht ist nicht größer als sein Herr.‘ Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie auch das eure halten.“